Erasmus+ Amsterdam
Im Mai 2024 konnte ich dank Erasmus+ an einem Englisch Sprachkurs in Amsterdam teilnehmen. So durfte ich meine Sprachkenntnisse verbessern und auch einige naturwissenschaftlich interessante Unternehmen besichtigen. Die Betriebsbesichtigung der Henri Willig Käse Farm in Katwoude war besonders eindrucksvoll. Henri Willig betreibt seit 50 Jahren den Milchwirtschaftsbetrieb und begrüßte mich persönlich auf seinem Bauernhof. Nachhaltige Landwirtschaft und hochwertige Käseproduktion stehen im Mittelpunkt seines Unternehmens. Ich wurde vom Plant Manager durch die Produktionsstationen und das Logistikzentrum begleitet, inklusive einer köstlichen Käseverkostung. Anschließend besuchte ich eine Ausstellung über die Vielfalt der Vogelwelt der Region und das Käsemuseum in Edam, das die Geschichte der Käseherstellung zeigt.
Einige interessante Nachhaltigkeitsprojekte, darunter Mediamatic, ein kreatives Zentrum in Amsterdam, das Kunst und Naturwissenschaften verbindet, konnte ich kennenlernen. Dort werden Workshops zu nachhaltigen Technologien und urbaner Landwirtschaft angeboten. Im Nemo Science Museum nahm ich an Laborübungen teil, die speziell für Schüler konzipiert wurden. Die interaktive Ausstellung "Food for Thought" im National Maritime Museum beleuchtete die globale Nahrungsmittelproduktion und ihre Auswirkungen. Erschreckend waren Fotos und Filme über Massentierhaltung und Gemüseproduktion in computergesteuerten Glashäusern. Da bin ich sehr froh über unsere österreichische, regionale und biologische Wirtschaftsweise.
Mit gemischten Gefühlen habe ich den Zoo in Amsterdam besucht. Obwohl ich von der Vielfalt der Tiere begeistert war und das Erhaltungszuchtprogrammen für bedrohte Arten sehr schätze, habe ich große Bedenken in Hinblick auf den begrenzten Lebensraum und den Stress für die Tiere. Bemerkenswert ist das Mikrobenmuseum, Micropia, direkt neben dem Zoo. Uneingeschränkt begeistert war ich von einem der ältesten botanischen Gärten der Welt. Ursprünglich wurde er angelegt als Kräutergarten für medizinische Zwecke. Die tropischen Gewächshäuser, historischen Bauten und der gepflegte Garten in einer entspannten, ruhigen Gegend war sehr erholsam nach meinem dichten Besichtigungsprogramm. Nach dem Tulpenmuseum genoss ich noch eine Grachtenfahrt mit dem Boot. Während meiner Erkundigungen in Amsterdam fiel mir immer wieder auf, wie grün und pflanzenreich die Stadt ist. Immer wieder sah ich Insektenhotels, blühende Wiesen und „Unkraut“, das für die Bienen stehen bleiben darf.
Prof. MMag. Andrea Müller