Kreatives Schreiben – die bunte Welt der Wörter.
Die Schülerinnen und Schüler der 1BHH und 1EHH probierten eine neue Textsorte aus: Liebes- und Schlussmachbriefe. Unter der Anleitung von Autorin und Schreibberaterin Dr. Alexandra Bleyer stürzten sie sich drei Klassen in die kreative Welt der Sprache und Wörter.
"Rosen sind rot, Veilchen sind blau. Willst du wissen, was ich seh, wenn ich in deine Augen schau?
Wie ändern sich die Gefühle von Verliebtheit zu Hass? Wie beende ich eine Beziehung? Wünsche ich alles Gute oder ist Rache süß? Ob in Reimform, kurz oder lang – unsere Schüler zeigten Emotionen und Kreativität. In der verliebten Phase fühlt man sich beim Gegenüber warm, sicher und geborgen; zu Ende gingen die fiktiven Beziehungen, wenn der andere fremdging - oder aufgrund stinkender Socken. Wirtschaftliche Themen flossen ebenso ein, wenn es in einem Schlussmachbrief hieß: "Deine Herzhälfte passt nicht zu meiner, mit dir gehe ich pleite wie Kika und Leiner."
Die Schüler der 4FHH knöpften sich bekannte Märchen vor. Mit der Schwerpunktsetzung Empathie schlüpften sie in die Rolle des Bösewichts bzw. dessen Verteidigers, um sich vor Gericht zu verteidigen. Im Mordfall Rotkäppchen verteidigte sich der eine mit Hunger, der andere mit Tollwut. Die Hexe im tiefen Wald beteuerte, im Fall Hänsel und Gretel unschuldig zu sein: Sie wurde von den Kindern in den Ofen gestoßen und hatte selbst nichts Böses im Sinn. Die Fee, die Dornröschen verhexte, erklärte ihr Motiv mit ihrer tiefen Kränkung: Aufgrund eines läppischen Tellers, der zu wenig war, war sie nicht eingeladen worden - aus dieser Kränkung heraus verfluchte sie das Baby, was sie sofort tief bereute. Und der Wolf, der den drei Schweinchen nachstellte? Des versuchten dreifachen Mordes und schwerer Sachbeschädigung angeklagt, wies er auf seine schwere Kindheit und den übergroßen Hunger hin. Freispruch!