Versuchslabor Demokratie
Im Workshop Versuchslabor der Demokratie gingen die Schülerinnen und Schüler mit Dr. Alexandra Bleyer dieser spannenden Frage nach. Dabei wurden die Entwicklungsschritte vom Absolutismus über die konstitutionelle Monarchie bis hin zu einer Republik nachgezeichnet und hinterfragt, welche Bausteine eine Demokratie von einer Autokratie bzw. Diktatur unterscheiden. Am konkreten Beispiel der Revolution 1848 wurde dann mit Textanalysen erarbeitet, wie Frauen und Männer 1848 Gesellschaft und Staat umgestalten wollten: Wie verlief der Weg zu neuen Verfassungen und wer setzte sich im Richtungsstreit zwischen den Befürwortern einer konstitutionellen Monarchie und jenen einer Republik durch? Wie sah es mit der Gleichberechtigung von Frauen aus? Welche Bedürfnisse hatten Arbeiterinnen und Arbeiter? Welche Bedeutung hatte (politische) Bildung? Was klar wurde: Demokratie ist nicht selbstverständlich; sie benötigt aktive Teilhabe – und die haben die Schülerinnen und Schüler tatkräftig bewiesen. Viele demokratische Werte sind uns heute vielleicht zu selbstverständlich und werden zu wenig wertgeschätzt. Wohin der vorschnelle Ruf nach einem starken Mann führen kann, zeigte sich ebenfalls schon 1848 und das sehen wir auch heute vielerorts wie in Ungarn, in Russland und den USA.